Der
Katzenknigge
Die meisten Katzen wissen instinktiv,
wie man sich richtig benimmt, es gibt aber bestimmt einige, die von den
nachfolgenden Tips profitieren. Denkt daran, daß es nur Vorschläge
sind und der jeweiligen Situation angepaßt werden können.
Weil die Seite immer länger wird,
hier die Schnellnaviagtion:
1) Mahlzeiten
2) Gäste
3) Türen
4) Waschen
/ Hygiene
5) Büroarbeiten
6) Übelkeit
7) Zusammenleben
mit den Menschen
8) Umgebung
9) Möbel
10) Geschenke
11) Gesundheit
12) Neu im
Haus
1) Mahlzeiten
-
Fresse niemals aus Deiner eigenen Schüssel,
wenn Du Essen vom Tisch klauen kannst.
-
Trinke niemals aus Deiner Wasserschüssel,
wenn irgendwo ein Glas Wasser (oder besser noch, mit Milch) steht, aus
dem Du trinken kannst.
-
Jammere niemals vor Hunger bevor die Leute
das Futter aus dem Schrank nehmen. Schreie dann aber so, als ob Du seit
Wochen nichts mehr zu fressen bekommen hättest.
-
Sobald das Futter in der Schüssel ist,
sollte es erst mal ignoriert werden.
-
Bevor Du Dich dann entschlossen hast zu fressen,
verteile grundsätzlich die ersten drei bis vier Happen auf dem Boden
vor der Fressnapfunterlage (Tanja).
-
Wichtig: Wenn Menschen kochen tun sie das
nicht für sich sondern für Dich. Sie wissen es nur noch nicht.
Also mach sie darauf aufmerksam, indem Du ihnen ständig vor die Füsse
läufst, auf Arbeitsplatten und Tische springst und dabei lautstark
miaust. Gibt Dir der Mensch dann etwas ab, brauchst Du es nicht zu nehmen
wenn es nicht Deinem gutem Geschmack entspricht. Miaue dann so lange weiter
bis es etwas besseres gibt. (Melanie)
zurück
zum Seitenanfang
2) Gäste
-
Sollte ein Gast in Deiner Nähe auffällig
oft niesen, dann ist er bestimmt ein Katzenhaar-Allergiker. In diesem Fall
sollte man sich um
den Gast ganz besonders kümmern,
um ihm sein Mitgefühl auszudrücken, z.B. indem man ihm in den
Schoß springt und mit dem Schwanz um die Nase wedelt. (Alexander
P. im Auftrag von Willy)
-
Setze eine überraschte und verletzte
Miene auf wenn Du beschimpft wirst, weil Du nach den Essen auf dem Tisch
zwischen dem Geschirr spazieren gehst. Der Ausdruck sollte besagen: Aber
wenn kein Besuch da ist, darf ich das doch auch!“
-
Wenn Du einen Schoß zum Sitzen aussuchst,
achte immer darauf, daß dieser auch einen guten Kontrast zu
Deiner Fellfarbe abgibt. Beispiel: eine weiße Katze sollte sich immer
auf dunkle Schöße setzen.
-
Begleite Gäste immer auf die Toilette
und beobachte, ob sie auch alles richtig machen.
-
Falls ein Gast sagen sollte, dass er Katzen
liebe, behandle ihn mit hochmütigen Stolz , verhänge Deine Krallen
in den Nylonstrümpfen (falls zutreffend), beiße ihn in den Fußknöchel
oder wende eine Kombination der ausgeführten Möglichkeiten an.
-
Krieche grundsätzlich in die vom Gast
mitgebrachten Taschen oder Aktenkoffer und durchwühle sie sorgfältig.
Der Gast muss sich noch Wochen später über die darin hinterlassenen
Haare freuen können (Tanja).
zurück
zum Seitenanfang
3) Türen
-
Toleriere keine geschlossenen Türen.
Um die Türen zu öffnen, kann man entweder daran kratzen oder
dagegen schlagen. Sobald die Tür geöffnet wird, darf man selbstverständlich
nicht durchgehen.
-
Nachdem Du befohlen hast, dass eine
nach draußen führende Tür für Dich geöffnet worden
wird, stehe auf der Schwelle, halb innen und halb außen, und
fange an, über alles mögliche nachzudenken. Das ist vor allem
sehr wichtig, wenn es entweder sehr kalt oder sehr heiß ist und während
der Schnaken- Hochsaison.
-
Handelt es sich um Terassentüren warte
mit der Kratzaktion bis diese frischgeputzt sind. Dann warte bis es regnet,
gehe kurz raus um Luft zu schnappen und wenn die Pfoten schön matschig
und nass sind kannst Du anfangen durch "Kratzbewegungen" gegen die Scheibe
formschöne Bilder und Muster darauf zu gestalten (Tanja).
-
Versuche stets Deinen Menschen vor Gefahren
zu schützen. Die meisten Gefahren lauern - wie wir alle wissen - draussen!
Also halte Deinen Menschen davon ab, aus der Wohnungstüre zu gehen.
Das tut man so: Man läuft dem Menschen immer um die Beine und bittet
um Streicheleinheiten. Liebt Dich Dein Mensch wird er Dir diese nicht verwehren
und somit auch nicht das Haus verlassen (Melanie).
zurück
zum Seitenanfang
4) Waschen
/ Hygiene
-
Hat Dein Dosi regelmässige Toiletten-Reinigungszeiten,
dann warte mit dem Geschäft bis er wieder vorm Klo hockt und es reinigen
will. Gehe dann auf's Klo und schenke ihm eine kleine, dufte Aufmerksamkeit.
Aber Vorsicht! Anschliessend darf nichts vergraben werden, weil sonst das
Aroma nicht erhalten bleibt! Vergraben wird erst, wenn Dein Dosi fertig
mit der Reinigung ist und auch den Bereich um die Klos gefegt hat. Dann
aber kräftig graben und möglichst so, dass viel rausfällt.
Schliesslich ist es im Klo schon eng genug! (Alexander P. im Auftrag von
Willy)
-
Setze Dich niemals in den Waschkorb mit dreckiger
Wäsche, bis alles sauber ist und vielleicht sogar warm vom Trockner.
Dies ist sehr wichtig, vor allem bei Handtüchern.
-
Helfe stets beim Wäsche zusammenlegen.
Zeige es den Leuten, wenn sie es Deiner Meinung nach nicht richtig gemacht
haben, indem Du die Wäsche durch die Gegend ziehst.
-
Helfe stets beim Betten machen. Laken und
Bettbezüge müssen angegriffen und gebissen werden, um sie gefügig
zu machen.
-
Wenn Du gerade Dein Nickerchen machst achte
immer daruf, rechtzeitig aufzustehen, um auf dem frisch gewischten Fussboden
wieder Spuren zu hinterlassen.
-
Sollte Dein Mensch es versäumt haben,
das Katzenklo ordentlichst zu reinigen, so gehe ins Badezimmer und verrichte
dort Deine Notdurft. Beachte dabei folgende Schritte: Zuerst suchst Du
Dir das beste/sauberste Handtuch aus und ziehst es von der Stange. Zweitens:
Pinkle darauf (achte dabei auch darauf, das Handtuch so zu platzieren,
dass Du "zufällig" auch noch den Duschvorleger oder ähnliches
erwischt). Drittens: schiebe das Handtuch dann unters Klo oder in sonst
irgendeine Ecke, denn Ordung muss sein! (Melanie)
-
Gehe einen ganzen Tag lang nicht auf Deine
Katzentoillette, damit genug übrig bleibt um in das frisch gemachte
Katzenklo zu pinkeln (Melanie).
-
Friss Keine Gummibänder! Es mag Dir am
Anfang als eine gute Idee vorkommen, aber später (auf dem Katzenklo)
könnte Dir das Ergebnis nachlaufen... (Aus dem Buch "Schnurrende Tyrannen",
und aus gegebenen Anlass... Gruss - HMSmily - Wolfgang)
zurück
zum Seitenanfang
5) Büroarbeiten
-
Wenn man sich seitlich auf eine Tastatur fallen
lässt, so dass in einem Augenblick möglichst viele Tasten auf
einmal gedrückt werden, kann man mit ein bißchen Glück
so einen Computer zum Absturz bringen. Zumindestens piept er dann ganz
lustig. (Alexander P. im Auftrag von Willy)
-
Wenn Deine Menschen beim Briefe schreiben
oder ähnlichem sind, setzte Dich immer auf die Papiere, auf denen
sie gerade schreiben. Wenn sie Dich herunter heben, beobachte sie mit trauriger
Miene. Paß gut auf, ob vielleicht mit Tinte geschrieben wird. Sobald
Du noch feuchte Tinte auf Papier siehst, setzte Dich darauf. Nach dem zweiten
Hinunter heben mußt Du anfangen, Kugelschreiber und Bleistifte vom
Tisch zu werfen, aber einzelne bitte.
-
Schreibmaschinen sollte der Mensch nicht alleine
bedienen müssen. Setzte Dich auf den Schoß Deines Menschen und
versuche die Typen zu fangen. Wenn es an der Zeit ist, Papier zu beißen,
dann warte bis der Mensch ein perfekt getipptes Blatt aus der Maschine
zieht.
-
Noch schöner sind Computer. Warte bis
das Telefon klingelt und der Mensch den Computer verläßt und
spiele „Katze auf der Tastatur“. Du wirst staunen, was Du alles auf dem
Bildschirm sehen kannst.
-
Wenn jemand am Computer sitzt, rette ihn vor
Verspannungen. Schleich Dich heran, streck Dich von hinten an die Lehne
und zieh die Krallen einmal knackend ins Leder. Er springt auf, Du
wirst beachtet und er ist vor Verspannungen bewahrt.
-
Hilf Deinem Menschenbeim Sparen: ziehe grundsätzlich
den Stecker aus der Telefonbuchse, wenn Dein Mensch gerade mitten in einem
Download steckt. So können unnütze Onlinekosten gespart werden!
(Melanie)
-
Spaziere nie auf Tischen oder Arbeitsflächen
herum, wenn es Dir erlaubt ist oder es dort nichts gibt, dass man kaputt
machen kann. (Melanie)
zurück
zum Seitenanfang
6) Übelkeit
-
Tabuisieren wir es nicht länger. Übelkeit
kommt halt doch des öfteren vor: Wenn Du Dich übergeben musst,
ist es wichtig, dass Du schnell machst. Es sei denn Du liegst bereits im
Bett. Ansonsten versuch schnell ins Bett zu kommen.
-
Falls die Zeit nicht reicht, versuch auf einen
Orientteppich zu kommen. Ein Teppichboden tun es auch. Zumindest einen
Sessel oder ein Sofa sollte man erreichen. Unbedingt zu vermeiden ist es,
sich im Badezimmer, der Küche oder auf einem sonstigen kalten, gefliesten
Boden zu übergeben müssen. (Ganz schlimm, wenn es einen auf dem
Katzenklo erwischt)
-
Sieh in jedem Fall zu, dass Deine Pfütze
die Größe eines nackten, menschlichen Fußes hat und dass
Du es möglichst ungesehen erledigst.
-
Die perfekte Lösung der Platzfrage ist
das Treffen der Tapete. Du musst nur dicht genug an die Wand kommen und
ein bischen Schwung holen. Wenn Dein Frauchen nach der Gestaltung der Terassentür
dann immer noch an Deiner künstlerischen Ader zweifelt, versuch es
nochmal (Tanja).
zurück
zum Seitenanfang
7) Zusammenleben
mit den Menschen
-
Als allgemeine Regel gilt, dass man sich immer
zu dem Menschen setzt, der beschäftigt ist und nicht zu dem, der im
Moment nichts tut.
-
Liest einer Deiner Menschen ein Buch oder
eine Zeitung, versuche immer, Dich darauf zu setzen. Wenn das nicht möglich
ist, so setzte Dich zwischen Buch und Gesicht.
-
Versuche immer die Aufmerksamkeit Deiner Dosis
zu erregen, z.B. indem Du Nachts im Dunkeln mitten im Türdurchgang
sitzt, oder indem Du den Lieblingssessel Deines Dosis fuer Dich reservierst.
(Alexander P. im Auftrag von Willy)
-
Falls Dein Mensch strickt, setzte Dich
ganz brav auf seinen Schoß. Vergiß aber nicht, ab und zu die
Stricknadeln anzugreifen.
-
Wir Katzen wissen um die Wichtigkeit der Hygiene
und verwenden einen großen Teil des Tages mit der akribischen Pflege
unseres Felles, unsere fast nackten Schutzbefohlenen jedoch sind arm dran.
Ihre Zunge ist degeneriert und eignet sich nicht mehr zur Reinigung, so
versuchen sie tapfer mit anderen Hilfsmitteln, wie künstlichen Zungen,
auch Waschlappen genannt, unter der missbräuchlichen Verwendung von
Wasser (das trinkt Katze doch höchstens) ihren nahezu haarlosen Körper
sauber zu halten. Es ist unsere Aufgabe, sie dabei zu unterstützen
und ihnen so unsere tiefempfundene Fürsorge zuteil werden zu lassen.
Regelmäßiges Gesichtabschlecken ist also unumgänglich.
Am einfachsten geht es, wenn sie schlafen, da halten sie meist still.
-
Denke immer daran Dein Frauchen ganz besonders
aufmerksam zu begrüssen wenn sie mit gefüllten Einkaufstüten
den ersten Schritt über die Türschwelle macht. Werfe Dich Ihr
direkt vor die Füsse und sei fasziniert von der menschlichen Grazie
bei dem verzweifelten Versuch Dich nicht zu treten (Tanja).
-
Ist Dir einmal langweilig, weil Dein Mensch
sich nicht genügend mit Dir beschäftigt dann führe folgende
Aktionen aus:
1. Schabe mit Deinen Pfoten an allen Glasscheiben/Spiegeln
die sich in Deiner Nähe befinden
(möglichst, wenn es draussen regnet
und Du gerade reingekommen bist)
2. Laufe um Deinen Menschen herum. Beachtet
er Dich nicht gleich so beiße ihn in die Wade
3. Lauere Deinem Menschen auf erhöhten
Plätzen (z.B. Sessellehnen) auf und springe ihn an, sobald an Dir
vorbeikommt. Solltest Du dabei in Gefahr kommen, an ihm ab zu rutschen,
dann fahr umgehend Deine Krallen aus! (Melanie)
-
Streicheleinheiten sind wichtig. Jammere also
mindestens 1 Stunde und schleich dabei Deinem Menschen um die Beine. Bei
jeden Versuch Dich zu streicheln läufst Du dann schnell davon und
jammerst im nächsten Zimmer weiter. Lass Dich auch auf keinen Fall
auf den Arm nehmen. (Melanie)
-
Fordere Deinen Menschen immer zur Ordnung
auf, indem Du Kleidungsstücke etc. die z.B. auf Stühlen hängen
irgendwie auf den Boden beförderst. Löcher die bei dieser wichtigen
Aufgabe entstehen sind dann ein angenehmen Nebeneffekt und überzeugt
Deinen Menschen davon, dass er die Kleidungsstücke immer gleich in
den Schrank räumt (Melanie)
-
Beachte Deinen Menschen den ganzen Tag nicht.
Er wird sich dann um so mehr freuen, wenn Du wieder zu ihm kommst. Insbesondere
wenn er gerade Nahrung zu sich nehmen möchte, schlafen oder das Haus
verlassen will (Melanie).
-
Wenn Du zwischendurch Hunger oder Appetit
bekommst, gehe zum Küchenschrank mit dem Katzenfutter, öffne
die Türen und räume die Dosen heraus. Verteile sie auf dem Fussboden,
damit der Mensch sofort weiss, was Du möchtest. Brekkies-Schachteln
können zur Not aufgebissen werden. Die bereitgestellten Brekkies können
ja für später aufgehoben werden. (Melitta, Nov.03)
zurück
zum Seitenanfang
8) Umgebung
-
Grundsätzlich ist zu sagen: Neue Pflanzen
müssen erst einen Eignungstest bestehen! Knabber also an bisschen
an den Blättern, grab den Blumentopf aus oder benutze diesen als zweites
Katzenklo. Nimmt die Pflanze Dir diese Dinge übel und geht dabei ein,
so ist sie es ohnhin nicht wert gewesen, von Deinem Menschen gehalten zu
werden! (Melanie)
-
Zimmerpflanzen und Blumenvasen!
Ein Blumentopf der einen wichtigen Fensterplatz versperrt gehört grundsätzlich
vertrieben. Grosspflanzen, vor allem die, die auf dem Boden stehen,
eignen sich hervorragend als Ersatzkatzenklo oder wenigstens sofern sie
einen Stamm haben als Ersatzkratzbaum. Nicht jeden Pflanze überlebt
eine solche Umnutzung, aber ihr solltet diese Alternativen unbedingt probieren.
Natürlich ist auch das Blattwerk einiger Pflanzen schon aus Sicht
der Gaumenfreuden nicht zu verachten. Farne sind eine Delikatesse, ebenso
wie Palmenblätter und vor allem Asparagus. Auch nicht zu verachten
sind die langen Grashalme in kunstvoll gesteckten Blumensträussen.
Eine echte Abwechslung zum alltäglichen Speiseplan. (Tanja)
-
Wenn Dir einmal langweilig ist, versuche die
Tapeten abzulösen. Die kleinen Papierfitzel eignen sich gut zum Spielen,
Herumtragen, etc. (Melitta, Nov.03)
zurück
zum Seitenanfang
9) Möbel
-
Schränke sind grundsätzlich
nur dafür da einen geeigneten Aussichtsplatz zu ergattern und bei
Bedarf den daran vorbeigehenden Menschen kurz aber überraschend anzuspringen
oder ihn mit einer Kralle festzuhalten ( gilt nur für halb hohe Schränke
). Das tut man am Besten, wenn der Mensch ein Glas Rotwein oder einen Teller
Spagetti mit Tomatensauce in der Hand hält. Wenn der Mensch dann vor
Schreck alles auf dem Boden verteilt hat schaue ihn liebevoll an und denke,
ich wollte mal gucken was Du da hast.... (Tanja)
-
Sofas und Sessel haben eine tragende Rolle.
Sie eignen sich gleich für zwei wichtige Tagesaufgaben. Zum einen
muss ein gründlich abgesaugter und gereinigter Sessel erst mal wieder
katzengerecht eingeweiht werden. Jeder muss deutlich erkennen können
hier schläft die Katz! Zum anderen muss der Stoff eines solchen Einrichtungsgegenstandes
täglich durch kratzende Bewegungen in Form gebracht werden, bereits
gezogene Fäden müssen in jedem Fall verlängert oder gar
gänzlich gezogen werden sonst sieht ja keiner was unter dem Bezugstoff
ist. (Tanja)
-
Regale mit offenstehenden Gegenständen
sind unumgänglich zur Befriedigung des Spieltriebes. Jedes Teil was
dort steht muss in Deinem Katzenleben mindestens einmal auf den Boden gefallen
sein, wobei mindestens jedes fünfte Teil - bevorzugt jene, die Du
nicht ausstehen kannst - nicht mehr in das Regal zurückkehrt, weil
es kaputt gegangen ist. (Tanja)
-
Beim Umgang mit Möbeln ist es immer nur
wichtig eine so unschuldige Miene wie möglich zu machen. Der Mensch
muss grundsätzlich wissen, dass ihr es nicht gewesen seid! (Tanja)
-
Alle erreichbaren Laden sollten herausgezogen
werden, um zu sehen was Interessantes drinnen ist. Besonders zu empfehlen
sind Wäsche- oder Sockenladen. Diese werden dann ausgeräumt,
bis genug Platz für Dich zum reinlegen ist. Es empfiehlt sich, eine
dünne Schicht Wäsche oder Socken zu belassen, dann liegst Du
weicher. (Melitta, Nov.03)
-
Begehbare Schränke oder Garderoben: Suche
Dir in den einzelnen Fächern die schönsten bzw. weichsten Pullover
aus und baue Dir daraus ein Kuschelnest. Die nicht benötigten Pullover
oder T-Shirs wirf einfach auf den Boden. Der Mensch wird sich über
deinen erlesenen Geschmack freuen. (Melitta, Nov.03)
-
Versuche auf den Mänteln nach oben zu
klettern. Bei Ledermänteln oder –jacken empfiehlt sich der vermehrte
Einsatz der Krallen. (Melitta, Nov.03)
-
Kästen und Schränke: Versuche zu
öffen, sieh nach was drinnen ist, Unnötiges wirf raus und baue
Dir so eine Höhle. (Melitta, Nov.03)
zurück
zum Seitenanfang
10) Geschenke
(Simone)
-
Beschenke Deine Herrchen und Frauchen oft
und großzügig. Unterscheide zwischen Sach- und Tierspenden.
-
Sachspenden findet man einfach so auf der
Straße oder in der Nachbarmülltonne. Man drapiert sie anmutig
auf dem Bett, dem Sofa oder versteckt sie gut im Kleiderschrank. Man teilt
sie ein in
-
harmlos – welke Blätter
-
bißchen eklig – benutzte Spülschwämme
-
ziemlich eklig – gebrauchte Damenbinden
-
Lebendige Tierspenden muß man fangen
und nach Hause bringen. Man fängt z.B. eine Maus und bringt sie –
nie vor drei und nie nach fünf Uhr früh – nach Hause. Dann läßt
man sie im Schlafzimmer unter dem Bett frei und ruft laut „Überraschung“.
Wichtig: Sei niemals beim Einfangen behilflich.
-
Bei toten Tierspenden hat man vorher
Spaß beim totspielen und wenn man es richtig macht, die anderen zu
Hause trotzdem. Schleppe den Fang nach Hause, beiße kleine Stücke
raus oder reiße den Kadaver in viele Teile und verteile oder verstecke
ihn in der ganzen Wohnung. Um Verwirrung zu stiften, ob auch wirklich alle
Teile gefunden wurden, kann man einfach welche aufessen. Wichtig: Sei niemals
beim Auffinden behilflich.
-
Noch verwirrender ist es, wenn man die Teile
versteckt hat und wie bei einer lebendigen Tierspende vor das Bett sitzt
und laut „Überraschung“ ruft.
-
Hat sich einmal aus Versehen ein „Geschenk“
in die Küche verlaufen und dort häuslich eingerichtet, lasse
es dort leben. Mische Dich erst ein, wenn es nachweislich von Deinem Katzenfutter
nascht.
-
Als allgemeine Regel gilt, dass man sich immer
zu dem Menschen setzt, der beschäftigt ist und nicht zu dem, der im
Moment nichts tut. Denke daran, daß eine erfolgreiche Katze immer
gut ausgeruht ist: schlafe deshalb fast den ganzen Tag damit Du nachts
um 3 Uhr fit bist, um auf dem Bett Bergsteigen oder Mäuse fangen zu
spielen.
zurück
zum Seitenanfang
11)
Gesundheit (Anna)
Jede brave Katze will doch, dass ihr Herrchen/Frauchen
immer gesund bleibt! Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Man könnte es entweder diesen Quacksalbern von Ärzten überlassen,
die dann eine simple Katzenallergie bestimmen, oder man nimmt es, wie jeder
brave Stubentiger, selbst in die Hand:
-
Aufstehen: Jede Katze weiß, wie ungesund
es für Menschen ist zu schlafen: er kann dich nicht streicheln, noch
füttern. deshalb: Wecke Herrchen/Frauchen doch mal morgens um 3:30
Uhr. Dazu entweder die Nasenbeistechnik einsetzen, oder die "ich knall
meine 7 Kilo jetzt auf dein Gesicht"-Methode (bei welcher unbedingt zu
beachten ist, dass man Nase UND Mund abdeckt).
-
Wenn Herrchen/Frauchen dann aus irgendeinem
unmöglichen Grund die Türe zusperrt, einfach die Zauberflöte
proben, oder ein paar Freunde bitten, mit dir einen Liebesgeang anzustimmen,
den man selbst bei geschlossenem Fenster noch hören kann.
-
Hartnäckig sein! Wenn Herrchen/Frauchen
die Füße nicht ordentlich heben will, dann einfach in 8ern durch
die Beine laufen und schon hat Frauchen keine Chance mehr, der Aerobicstunde
zu entkommen!
-
Als erstes lässt du Herrchen/Frauchen
auf keinen Fall dieses ekelige Gesöff von Kakao oder Kaffee trinken:
sobald die Tasse am Tisch steht, trink vor seinen/ihren Augen daraus! Sie
werden sie nicht mehr anrühren!
-
Dann die Beugeübungen: bringe Herrchen/Frauchen
dazu, sich zu bücken, wenn möglich 50 mal, indem du in Pavarottilautstärke
miaust: streichel mich! oder: gib mir Futter in die Schüssel! 6. Dan
kommt die Stärkung der Arme: Tür auf , Tür zu, und das ca.
20 mal, das heißt für Dich: rein, raus, rein , raus!
-
Das wars! Als braver Stubentiger hast Du deine
Pflicht erfüllt und dein Herrchen/Frauchen vorm Verfaulen gerettet!
Doch vergiss nicht: mach das jeden Tag, sonst könnte er/sie einen
Rückfall erleiden!
(Hoffe ihr könnt
das gebrauchen! Alles ist wahr, mein Kater Merlin macht das jeden Tag mit
mir, ist extrem um meine Gesundheit bedacht! ciao, Anna, Jan 04)
zurück
zum Seitenanfang
12) Neu im
Haus (Tamara)
-
Wenn Dein neues Frauchen dir das Türchen
des Transporters öffnet, renn raus und zwischen ihren Beinen durch.
-
Such dir ein nettes Plätzlein aus und
warte dort panisch darauf, dass dein Mensch wegschaut. Dann schleiche aus
dem Plätzlein, und pinkle einfach in jede Ecke, die du findest
-
Widerstehe der Versuchung, ins Katzenklo zu
machen!!!
-
Stell dich an die Wand und kratze herzhaft
mit deinen Krallen daran. Kratzbaum ist out!
-
Lauf zum Zimmerbrunnen, schleck ein wenig
und setz dich dann hinein.
-
Ziehe das gesamte Wasser durch die Wohnung
und reibe dich an den Tapeten trocken. Geh ja nicht ins Bad um dich trockenzuschütteln!
-
Wenn Dein Frauchen nun durch die Wohnung schrubben
muss, spring auf ihren Rücken und übergib dich dort.
-
Wenn Herrchen zurückkommt, warte,
bis er im Wohnzimmer ist, und kacke dann in seine Schuhe.
-
Locke Nachbars Hund ins Haus und vor Frauchen
und Herrchen. Schau so lieb du nur kannst. Bring dem Hund Salbe für
seinen getretenen Hintern
-
Und zum Schluss: Kurz vorm ins Bett gehen
streckst du Dich auf dem gesamten Bett aus und machst ein herzzerreißendes
Schlafgesicht... Wecke Herrchen und Frauchen dann auf dem Boden und auf
dem Schreibtisch und verlange laut-miauzend Futter.
Weiß, es ist nicht
gerade lustig... Vielleicht gefällt es Ihnen ja doch :)
Mit vielen netten Grüßen,
Tamara (Mai 04)
zurück
zum Seitenanfang
---------------------
Dieser Text ist aus vielen ähnlichen
Texten im Internet zusammengebaut: Katzenfreunden aus aller Welt scheinen
aber immer nur Teile dieses Geheimdokuments in die Hände zu fallen.
Es wird also bei Bedarf ausgebaut. Falls Ihnen also entsprechendes in die
Hände fällt, unbedingt zuschicken,
damit auch andere Katzenhalter gewarnt werden können...
Sandra K., als Tierarzhelferin
bzw. Veterinärmedikantin (neue Berufsbezeichnung, klingt angeblich
sehr schick) bestens vertraut mit sämtlichen Tricks unserer Süßen,
hat darauf hingewiesen, dass es den "Knigge
für Katzen" auch in Buchform und entsprechend ausführlich
gibt. Autorin ist Melissa Miller, Verlag: Scherz. Bestellen kann
man das Buch bei http://www.Pussy-Versand.de
(nein, kannte ich noch nicht. Und ich bekomme auch keine Provision).